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53901 IFA P3, Zivilverteidigung (ZV)

(Wikipedia: Zivilverteidigung, Zivilverteidigung (ZV) der DDR)

Als Nachfolgemodell des 65 PS starken P2M mit seinem Grauguss-Motorblock folgte in den 1950er-Jahren der 75PS starke P3, der nun ein Aluminium-Motorblock besaß.
Entwickelt wurde der gelände-gängige PKW der DDR in Zwickau/Hohenstein Ernstthal.
Der OM6 35L Sechszylinder-Ottomotor (bereits vor dem 2. Weltkrieg von Horch konzipiert) des Fahrzeugs wurde im VEB Sachsenring Automobilwerke Zwickau produziert.
Und so bezeichnete man den P3 seit den 90er Jahren auch gerne als »Sachsenring P3« oder »Horch P3«.
Hergestellt wurde das Fahrzeug zunächst im VEB Kooperationszentrale Automobilbau Karl-Marx-Stadt (1958-1962) und ab 1962 dann im Automobilwerk Ludwigsfelde.
Nach Nullserien und Versuchsmustern konnte der P3 dann von 1962 – 1965 in Serie gefertigt werden.
So lief das letzte planmäßige Modell im September 1965 vom Band – damit wurden in Ludwigsfelde 1007 P3 produziert.

Der dreitürige Geländewagen konnte sieben Personen aufnehmen und bot somit zwei Personen mehr Platz als der Vorgänger P2M.
Auch saßen die Mitfahrer (außer Fahrer und Beifahrer) längs zur Fahrtrichtung auf zwei Bänken.
In der Produktionszeit der beiden Hersteller wurden zahlreiche Betriebe damit beauftragt, die benötigten Baugruppen zu liefern, um das geplante Konzept einer imposanten Technik zu realisieren.
Zu den Besonderheiten des P3 zählten: der besagte Sachsenring-6-Zylinder-Reihen-Motor mit Alu-Block, die Drehstabfederung mit Einzelradaufhängung und oben liegenden Lenkstangen, die Differenzialsperren vorne und hinten sowie das synchronisierte Getriebe.

Der geländegängige P3 wurde in erster Linie für den militärischen Einsatz der Teilstreitkräfte der NVA und den Grenztruppen der DDR in unterschiedlichen Funktionen genutzt.
So setzte man ihn beispielsweise als Transporter und Führungsfahrzeug ein, als Funk-P3, Werkstattwagen, Großlautsprecherstation 1500 (GLS 1500), Scheinwerferwagen und als Ladestation.
Erst in den 70er Jahren wurde er schrittweise durch den Gas 69 und den UAZ ersetzt.
Aufgrund der Robustheit des P3 waren sie aber bis 1989 noch als Spezialfahrzeuge im Bestand der NVA zu finden.
Auch bei den Grenztruppen standen sie noch im Dienst, ebenso wie bei vereinzelten Feuerwehren, dem Zivilschutz und bei Vermessern.
Sogar in der Land- und Forstwirtschaft nutzte man gerne die ausgesonderten P3 aus NVA-Beständen, da er sich durch seine Geländegängigkeit auszeichnete.
Nur sehr wenige Exemplare kamen in Privatbesitz.

Für den P3 gab es keine Nachfolger, die DDR produzierte nach ihm keine geländegängigen PKW mehr in Serie.
Bei dem angedachten kleineren IFA K900 Kleinkübel blieb es letztendlich nur bei einer Skizze.

(Text und Bild: Fa. Busch)

 

 

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