NEUHEITEN DEZEMBER 2001


990 24 58 50 Jahre Unimog

Mit der Katalognummer "T37" hielt der Unimog 1953 erstmals Einzug in das Sortiment der WIKING-Verkehrsmodelle. Damals war das Programm noch überschaubar, der Unimog im einseitig gefalztem Katalog ein Platzhalter für eine Zugmaschine mit durchaus landwirtschaftlichem Charakter. Die Frontscheibe vermisste noch niemand, Fahrer und Lenkrad waren aus einer Form gegossen - das erste Universal-Motorgerät, kurz Unimog, mit unübersehbarer "Böhringer"-Handschrift war geboren. Seither entstanden Dutzende von Nachfolgern. Diese jahrzehntelange Tradition würdigt WIKING zum Ende des Jubiläumsjahres mit einem ungewöhnlichen Miniaturquartett ganz im Stil der bekannten und von Themensammlern geschätzten "Modell-Legenden aus den historischen Formen der Berliner Modellbauer". Bewusst wurde das breite Spektrum der Einsatzmöglichkeiten nach der Sichtung von umfangreichem Archivmaterial dank authentischer Vorbilder realisiert, die in dieser Kombination bei WIKING noch nie zu finden waren. Da ist zunächst der geschlossene Unimog 411, der seine Lorbeeren vor allem als Kommunalfahrzeug verdiente. Einige der ausgemusterten Fahrzeuge wurden von den städtischen Betriebshöfen direkt zu den hauptamtlichen Feuerwehren beordert, um dort noch viele Jahre später dankbare Dienste zu leisten. Sowohl die lange Jahre auf Henschel abonnierte Kasseler Feuerwehr als auch die Brandschützer der Messerstadt Solingen konnten auf ein entsprechendes Vorbild in ihren Reihen verweisen. Der Unimog S 404, den die Gaggenauer in großen Stückzahlen an die Bundeswehr lieferte, fand in Einzelexemplaren den Weg zurück in halbzivile Dienste. So übernahm auch das Technische Hilfswerk als Katastrophenschutzeinheit des Bundes einige der benzinbetriebenen Alleskönner - das Vorbild wurde vom THW-Ortsverband Garmisch-Partenkirchen eingesetzt. Als Neubeschaffung fand das Original des Unimog 406 den Weg zur Bereitschaftspolizei nach München. Der 406er galt als Zugpferd für die Hintergrundienste, zumeist um mittels Plateauanhänger Absperrmaterial zu Großveranstaltungen und Auftritten von Franz-Josef Strauß bereitzustellen. Der Unimog 1700 L wurde schließlich für humanitäre Dienste der DRK-Schwesterorganisation "Roter Halbmond" zur Verfügung gestellt - ein Paradeeinsatz für den Allradler, der sich auf den unwegsamsten Geländen dieser Welt so richtig wohl fühlt. Die vier Modell-Legenden wurden von WIKING gewohnt sorgsam umgesetzt und dokumentieren in einer ansprechenden Kassette exemplarisch die Unimog-Chronologie der letzten fünf Jahrzehnte. Das WIKING MAGAZIN 2002 widmet sich in seiner Schwerpunktdokumentation themenergänzend den vielen Modellen und Varianten, die die Berliner Modellbauer über die Jahrzehnte hinweg veröffentlicht haben. 

Unimog 411 mit Schneepflug: Fahrerhaus und Pritsche in RAL 3000, ebenso Schneepflug mit Halterung. Fahrgestell in schwarz. Die Dachleuchte ist blautransparent, die Beladung in grau eingesetzt. 

Unimog S 404: Fahrerhaus mit Faltdach und Pritsche in THW-blau. Inneneinrichtung in schwarz, Lenkrad in grau. Das Fahrgestell ist weiß gehalten. Die Scheinwerfer sind gesilbert. Motorhaube mit weißem THW-Schriftzug. Auf den Türen beidseitig in weiß dreizeiliger Schriftzug "Technisches Hilfswerk, Ortsverband Garmisch-Partenkirchen". 

Unimog 406: Fahrerhaus und Pritsche mit Einlegeplatte in tannengrün (RAL 6009). Fahrgestell und Inneneinrichtung in schwarz. Lenkrad in grau. Das Warnlicht ist blautransparent eingesetzt, der dazugehörige Sockel in tannengrün gehalten. Beidseitige Türbedruckung mit weißem "POLIZEI"-Schriftzug. 

Unimog 1700 L: Fahrerhaus, Pritsche und Plane in cremeweiß. Inneneinrichtung in rot, Felgen sowie Fahrgestell mit Kotflügeln vorn und hinten in schwarz. Das Warnlicht ist blautransparent in den cremefarbenen Sockel eingesetzt. Motorhaube sowie beide Planenseiten mit rotem Halbmond bedruckt. 

 

 

 

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